Gänse mit Jungvögel am See

Hessen ist schön

Kein Ort ohne Pferde

Auf der Koppel bei Annelise

Moni und Heinz sind liebe Menschen mit viel Herz, welche sicherlich noch einmal besuchen werde. Beim Frühstück haben wir noch einmal die Route besprochen zu deren Verwandten nach Drommershausen. Ich bin schon angemeldet. Gut ausgeschlafen und wohlgenährt trete ich die nächste Etappe an. Das Wetter ist trüb, was für den Ritt gut ist. Die Temperaturen sind angenehm. Auf dieser Reise unterquere ich zwei Autobahnen, passiere einen riesigen Steinbruch, wo der Wanderweg mitten durchs Werksgelände führt. Landschaftlich reizvoll. Was auffällt ist, es gibt unheimlich viele Koppeln mit Pferden unterschiedlicher Rassen. Kaum ein Kilometer vor einen Ort wo nicht einige Koppeln sind, auf welchen Pferde stehen. Bei dieser Tour gab es nur wenige Aufreger für die Beiden. Sie erschrecken, wenn unvorhergesehen Rehe aus einem Getreidefeld springen und in den Wald türmen.

 

Das löst dann den ein oder anderen Galoppsprung aus. Ansonsten nichts Aufregendes, viel Ruhe, kaum Menschen abseits der Ortschaften. Bei der Mittagsrast an einem Bach schöpfe ich mit einer Kaufland Kunststofftragtasche Wasser. Die Tasche ist nicht ganz dicht, aber der Verlust vom Schöpfen bis zu den Pferden ist gering, sodass beide genügend Wasser zum Saufen bekommen, was sie auch gierig taten. Wir gehen weiter. Nach ca. 350 Meter vermisse ich meine Gleitsichtbrille. Zurück zum Bach. Hoffentlich liegt diese nicht im hohen Gras. Glück gehabt, die Brille liegt unbeschädigt auf der Brücke im Gras.
Drommershausen erreiche ich über einen Wanderweg, gleich die erste Querstraße führte mich zur Reitstation oder besser zu den Verwandten von Moni und Heinz. Dort wurde ich sehr gut aufgenommen. Die Pferde versorgt und auf die Koppel gestellt. Anneliese und alle anderen sorgten sich um mich und ich durfte oder musste so einiges aus meinem Leben preisgeben. Man ist erstaunt, dass ein 66-jähriger noch so eine Reise wagt, dass mit zwei Pferden. Da meine Gastgeber mein Ziel kennen bekomme ich großartige Routenunterstützung. Die Frage, wie komme ich über die Lahn, beschäftigt Alle. Das Wetter ist schön und es wird gegrillt. Hervorragendes Gemüse mit Würstchen und Kottelets. Alle sind da, ein Nachbar kommt, ein Franzose, der hier wohnt, die gesamte liebenswerte Sippe mit dem Hund, der ständig kläfft, wenn man was anderes anzieht, da er einen nicht mehr erkennt. Sie sagten, er hat Alzheimer. Licher Bier ist hier das Getränk der Familie und ehrlich gesagt, ich hatte große Lust auf einen Schluck. Da ich das Ziel ein Jahr alkoholfrei sauber beenden will habe ich mich enthalten. Wobei, ich weiß, dieses Bier schmeckt hervorragend. Liebe Familie Sippel. Danke für den schönen Abend und die Hilfe bei der Routen Wahl. Ich komme wieder auf ein Licher, das nächste Mal mit dem Auto.

Anneliese Sippel
Talbachstrasse 4
Drommershausen

VG Kurt

Written by Kurt Jelinek
Liebe Leser, vor ca. einem Jahr war ich mit meinen Pferden und dem Hut mit integriertem Kopfschutz 500 km unterwegs in Richtung Barcelona. Leider musste ich die Tour nach Barcelona abbrechen wegen Satteldruck bei den Pferden. Mittlerweile reiten wir regelmäßig in unserer schönen Gegend spazieren. Touren, Touren soweit das Auge reicht. Kaum einmal ein Straße ist zu queren. OK. Es geht des öfteren per Fähre über den Fluß und zurück. Zwanzig, dreißig Kilometer im reitfreundlichen Gelände. Schreibt mir, wenn ihr mehr wssen wollt. LG Kurt